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Deutscher Wanderverband

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Deut­scher Wan­der­ver­band ruft zu To­le­ranz auf
08.02.2016

Si­g­nal der Gast­f­reund­schaft

Anläss­lich ei­ner zu­neh­mend frem­den­feind­li­chen At­mosphäre in Deut­sch­land und gehäuf­ter Über­grif­fe auf Flücht­lin­ge so­wie de­ren Un­terkünf­te ruft der Präsi­dent des Deut­schen Wan­der­ver­ban­des (DWV), Dr. Hans Ul­rich-Ul­rich Rauch­fu&sz­lig;, zu mehr To­le­ranz auf.

Angesichts dessen, dass statistisch betrachtet jeden Tag ein bis zwei Menschen in Deutschland Opfer fremdenfeindlicher Gewalt werden, appelliert DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß an die in seinem Verband organisierten rund 600.000 Menschen, die vor Krieg und Vertreibung nach Deutschland geflohenen Menschen nicht alleine zu lassen. Es sei bestürzend, dass sich die Zahl der Straftaten gegen Flüchtlingsheime im Jahr 2015 mit über 900 Delikten gegenüber dem Jahr 2014 mehr als vervierfacht habe. Es gelte ein Zeichen zu setzen und diese Entwicklung zu stoppen, so Rauchfuß.
Viele der im Wanderverband organisierten Menschen oder deren Eltern hätten nach dem 2. Weltkrieg als Flüchtlinge etwa aus Schlesien oder Ostpreußen ähnliche Erfahrungen gemacht wie die Menschen, die heute aus Syrien, Albanien oder Afghanistan nach Deutschland kämen. Damals hätten nicht zuletzt die im DWV zusammengefassten Vereine dazu beigetragen, die neuen Bürger in die Heimat zu integrieren. Auch jetzt würden sich bereits viele Vereine wieder engagieren und zum Beispiel mit Heimatveranstaltungen helfen, den Flüchtlingen das Einleben zu erleichtern.
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Rauchfuß sagte in Kassel, dass ein respektvoller Umgang, Offenheit, und die Bereitschaft zur gegenseitigen Verständigung die Grundlage für ein gelingendes Zusammenleben bildeten, bei dem alle Beteiligten voneinander profitierten. „Wir sollten die neuen Mitmenschen willkommen heißen und sie nicht als etwas Bedrohliches, sondern als Bereicherung, als Nachbarn, als Freunde, als Mitmenschen sehen“, so der DWV-Präsident, „Rechtsextremisten und Rechtspopulisten dürfen nicht den Ton bestimmen.“
Gerade die Wanderbewegung, die seit ihrer Gründung vor über 130 Jahren für gegenseitige Achtung und Respekt eintrete und die sich der Förderung der Begegnungen zwischen Deutschen und Ausländern verschrieben habe, müsse sich nun engagieren. „Da ist vieles denkbar. Das reicht von Kennlernen-Aktionen über Spendenveranstaltungen bis hin zu Patenschaften mit einzelnen Flüchtlingen“, so Rauchfuß. Dies gelte auch angesichts der Übergriffe in Köln, Hamburg, Stuttgart und anderen Städten, die mutmaßlich zum Teil von Flüchtlingen ausgegangen seien. Solche Fälle müssten genau untersucht und die Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden. Unbestreitbar sei aber auch, dass die überwältigende Mehrheit der Flüchtlinge mit solchen Übergriffen nichts zu tun hätten und von diesen ebenso verurteilt würden wie von den deutschen Bürgern.
Traditionell würden sich viele Vereine über ihre Kultur- und Heimatarbeit für Völkerverständigung engagieren. So gebe es zum Beispiel einen regen Austausch von Volkstanzgruppen aus dem In- und Ausland, der das gegenseitige Kennenlernen unterstütze. Rauchfuß: „Gerade die Wanderer sollten ein Zeichen setzen und zeigen, dass Wandern nicht trennt sondern verbindet. Der Wanderverband steht für Weltoffenheit und Gastfreundschaft. Für Rassismus, Diskriminierung und Menschenverachtendes ist bei uns kein Platz.“
Unter dem Dach des Deutschen Wanderverbandes sind 58 Mitgliedsvereine mit rund 600.000 Menschen organisiert.

Pressekontakt: Jens Kuhr, Tel. (05 61) 9 38 73-14, E-Mail: j.kuhr@wanderverband.de

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